Wissen · Planung

Engagement-Kampagnen planen:
der Marketing-Jahreskalender

Die meisten interaktiven Kampagnen entstehen ad hoc: Das Turnier steht vor der Tür, jemand ruft „wir müssten mal wieder was machen", und dann wird es hektisch. Wer sein Marketingjahr plant, dreht das um – die Anlässe stehen ohnehin im Kalender, die Frage ist nur, welche Sie besetzen und wann Sie anfangen.

1. Anlass-Auswahl: drei Fragen genügen

  • Redet meine Zielgruppe darüber? Eine Fußball-WM dominiert Wochen, Halloween eine Woche, ein Branchen-Event einen Tag. Alle drei können funktionieren – aber mit unterschiedlichem Format und Budget.
  • Passt der Anlass zur Marke? Ein Tippspiel funktioniert auch für Nicht-Sport-Marken (mittippen will jeder), aber der Ton muss stimmen.
  • Trägt der Anlass einen Zeitraum oder nur einen Peak? Die Bundesliga trägt zehn Monate, der Advent 24 Tage, Black Friday eine Woche. Ein gutes Jahr mischt Achsen und Peaks.

2. Vorlaufzeiten: rückwärts planen

Die Faustregeln aus der Praxis: Bundesliga-Saison ab Juni planen, Adventskalender ab September, große Turniere 8 bis 12 Wochen vor Anpfiff, saisonale Aktionen 4 bis 6 Wochen vorher. Technisch geht es schneller – Convert-Kampagnen sind in 48 Stunden live –, aber gute Preise, Sponsoren und interne Freigaben brauchen die Wochen davor. Die vollständige Tabelle steht im Kampagnenjahr.

3. Budgetverteilung: Achse zuerst, Peaks danach

Die verbreitetste Fehlallokation: das ganze Budget in einen Sommer-Peak, danach neun Monate Stille. Robuster ist die umgekehrte Reihenfolge:

  • Zuerst die Achse sichern – ein Format, das durchläuft (Bundesliga-Tippspiel von August bis Mai) und jede Woche einen Kontaktpunkt liefert.
  • Dann den Dezember – der Adventskalender ist der dichteste Engagement-Zeitraum des Jahres und läuft in der Bundesliga-Winterpause.
  • Peaks nach Kassenlage – WM, EM, Handball-Heim-WM als Verstärker in Jahren, in denen sie stattfinden.

4. Vergleichbar messen

Der stille Vorteil eines Kampagnenjahres auf einer Plattform: Alle Aktionen liefern dieselben Kennzahlen – Teilnehmende, Leads, Rückkehrrate, Verweildauer, CTR. Nach zwei, drei Anlässen wissen Sie, welcher Anlass pro Euro am meisten bringt, und planen das Folgejahr mit Daten statt Bauchgefühl.

Der interaktive Jahreskalender mit allen Anlässen, Laufzeiten und Vorlaufzeiten – plus die drei Bundle-Szenarien vom Event-Paket bis zum Vollausbau.

Zum Kampagnenjahr

Häufige Fragen

Womit anfangen, wenn es noch gar keine Kampagne gab?
Mit einem begrenzten Peak als Testlauf: ein Turnier-Tippspiel oder ein Adventskalender. Beides hat einen festen Zeitraum, ein klares Ende und liefert belastbare Zahlen für die Jahresplanung danach.
Wie viele Kampagnen pro Jahr sind realistisch?
Mit einer Achse (Bundesliga) plus Dezember (Advent) sind Sie bereits zehn von zwölf Monaten präsent – mit zwei Setups. Dazu ein bis zwei saisonale Aktionen (Ostern, Halloween oder Black Friday), mehr braucht es selten.
Was passiert in Monaten ohne Sport-Anlass?
Kalender-Aktionen mit frei wählbarer Türchenanzahl (Ostern, Sommer, Halloween, Black Friday), individuelle Aktionen zu eigenen Anlässen wie Jubiläum oder Produktlaunch – und Sonderformate wie Wahl- oder Award-Tippspiele.

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